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Eschborn-Frankfurt – 1. Mai auf dem Rennrad

… oder: so geil kann Radfahren sein.

Gefühlt ist es erst gestern gewesen, als ich mich voller Bauchkribbeln auf den Weg nach Eschborn machte – leider ist es aber schon viel länger her.

Wer immer nur seinen Laufrucksack packt ist bei seinem ersten Radrennen natürlich umso nervöser. Was nehm ich mit, was zieh ich an? OH MEIN GOTT – hoffentlich flieg ich nicht auf die Nase und mach nicht auf der Strecke schlapp. 1st world problems 🙂 Dabei hatte ich mich nur für die kleinste Tour von 52 Kilometern angemeldet. Zum Glück musste ich nicht alleine in der Masse aus Menschen und Rennmaschinen Rennrädern starten – 3 meiner (männlichen) Kollegen waren ebenfalls am Start und amüsierten sich schon ein weniger über meine immer schlimmer werdende Nervosität.

8:45 Uhr fiel dann endlich der Startschuss. Ein Pulk von Menschen setzte sich in Bewegung. Vor mir, hinter mir, neben mir – überall machte es nur “Klick!” und die halb fahrende, halb gehende Masse rollte über den Parkplatz zum schmalen Startbereich. Ich bin vorher noch nie in so einer Masse, geschweige denn einmal in der Gruppe gefahren, ich hatte eigentlich nur Angst, dass ich umfalle oder nicht aus meinen Pedalen rauskomme. Im Nachhinein betrachtete ist das natürlich alles Käse, weder hingefallen noch sonstige Anfängerfehler gemacht. Alles lief super und wir rollten endlich los.

Kaum auf der esten voll gesperrten Straße angekommen wurde getreten was das Zeug hält. Zum ersten Mal in meiner doch recht kurzen Rennradbesitzerzeit kann ich sagen, bin ich richtig auf diesem Bike gefahren. Geil – im Rausch der Massen vergisst du alle Bedenken und trittst einfach nur in die Pedale. Als ich zum  erste Mal richtig auf den Tacho schaute waren wir bei 40 km/h. So schnell war ich noch nie unterwegs. Wahnsinn. Es ist schon toll, wenn du nicht ständig auf Autofahrer und Fußgänger aufpassen musst, sondern die Ausfahrt einfach nur genießen kannst.

Von Eschborn ging es dann nach Frankfurt – Rödelheim Richtigung Industriehof – Richtung Innenstadt. Heimspiel für mich. Dann weiter auf der Rosa-Luxemburg – Riedberg – weiter Richtung Bad Homburg – Oberursel – Steinbach. Auf der Rosa bin ich kurz an meinen Lieben vorbeigerauscht. Wo man beim Marthon noch ein paar Worte wechseln kann, ist man beim Radrennen absolut weg. Winken, Daumen hoch und weiter ging es.

Als mir im Vorfeld gesagt wurde: die 52km vergehen viel zu schnell, dachte ich es wäre es Witz. Ist es aber nicht. Das Rennen flogt nur so davon. Zwischenzeitlich dacht ich zwar meine Oberschenkel brechen durch das ständige auf und ab weg, aber auch das verging.

Happy und megazufrieden mit meiner 1:50:58 (Schnitt: 28,61km/h) kam ich im Ziel an.

Nächstes Jahr bin ich garantiert wieder am Start, aber bis dahin müssen noch ein paar Höhenmeter gesammelt werden.

Comments

27. November 2018 at 15:19

Danke für den Bericht! Ich werde nächstes Jahr mit dem Radfahren anfangen und dann vielleicht irgendwann in Frankfurt auch mal teilnehmen. Klingt jedenfalls gut.



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