Lauftipps für die kalte & dunkle Jahreszeit

Die Laufsaison neigt sich dem Ende zu, alle „großen Rennen“ sind gelaufen, aber das soll kein Grund sein auch die Laufschuhe in den Winterschlaf zu schicken. Im Gegenteil: am Ball bleiben lohnt sich und wird sich spätestens im nächsten Frühjahr auszahlen.

Verabschiede dich gleich von den handelsüblichen Ausreden wie: zu nass, zu kalt, zu… ach weiß der Geier. Ausreden zählen nicht! Wie hat meine Mutti immer gesagt: es gibt kein falsches Wetter nur falsche Kleidung.

Heute gibt es Tipps, wie man auch im Herbst und Winter motiviert seine Schuhe schnürt und eine gute Grundlagenausdauer für das neue (Lauf-)Jahr schaffen kann.

Meine Tipps für einen guten Lauf…

  • Warm up
  • Zwiebellock
  • Beleuchtete Wege, Lauflampe oder bei Tageslicht laufen
  • Laufgruppen bzw. Lauffreunde um sich gegenseitig zu motivieren
  • Alternative Trainingsarten
  • am Ball bleiben

Langsam starten!

Je kälter es draußen wird, umso wichtiger ist es sich vorher aufzuwärmen. Reicht im Herbst eine längere „Warmlaufphase“ wird im Winter richtig was gemacht.

Ich kreise mich gern von oben bis unten durch (Kopfkreisen, Schulter- und Armkreisen, Hüftkreisen und die unterschiedlichen Stellen der Beine) und anschließend gibt es noch ein paar Hampelmänner. Die bringen den Puls schon ordentlich hoch und signalisiert dem Körper – HIER PASSIERT GLEICH WAS! Wer ein Springseil hat, kann das als Aufwärmprogramm ebenfalls super nutzen.

Kleine Tipps am Rande:

  • Je kälter es ist, umso intensiver und länger wird das Aufwärmprogramm.
  • Nach dem Lauf sollte man zügig nach Hause und sich aus den verschwitzen Sachen befreien. Am besten gleich unter die Dusche und danach das Dehnprogramm absolvieren.
  • In der kühlen Jahreszeit ist es besonders wichtig, sich schnell trocken zu bekommen, damit man nicht anfängt zu frieren und sich im Endeffekt erkältet.

Was zieh ich bloß an?

Ein altbekanntes Problem und ein großer Fehlglaube: zieh dich warm an, draußen ist es kalt. Ja klar, das ist schon richtig… wenn man spazieren geht. Aber wir wollen laufen/joggen gehen. Lass die Fleecejacke und die Strickmütze daheim.

Wer schon länger läuft, hat sicherlich eine kleine/große Auswahl an funktionalen Laufklamotten. Von kurzer Hose bis hin zur Thermohose, bei der Oberbekleidung sieht es wohl ähnlich aus.

Ich erzähle mal wie ich mich für einen normalen Lauf anziehe:

Im Herbst reicht mir eine ¾ oder 7/8 Hose, kurze Socken, Sport BH und ein dünnes langes Laufshirt. Sollte es regnen oder extrem windig sein nehme ich eine dünne Jacke mit Kapuze mit. Fertig… Laufschuhe natürlich nicht vergessen und ab geht es.

Im Winter – bei Temperaturen zwischen 5 bis -5 Grad sieht das ein wenig anders aus. Hier kommen ehr lange Hosen, Funktionsunterwäsche und Laufwesten in allen Variationen zum Einsatz. Weiterhin (ja nach Wetterlage) dünne Handschuhe, Stirnband oder Mütze sowie auch Jacken. Erst wenn wirklich sehr, sehr kalt ist zeihe ich meine Thermolaufhose sowie meine Thermolaufshirts an.

Kleine Tipps am Rande:

  • Wenn du raus kommst musst du leicht frösteln, dann bist du eigentlich genau richtig angezogen.
  • DU BIST EINE ZWIEBEL! Also zieh dich auch so an. Wenn du meinst, dass es doch sehr kalt ist und du gaaaanz viel anziehen musst, dann zieh Schicht für Schicht an und später beim Laufen wieder aus.
  • Investiere in Funktionskleidung, die sorgt für ein gutes Klima und transportiert Schweiß nach außen.
  • Bitte tragt nicht nur schwarz!!! In schwarzen Sachen wird man gern übersehen, egal ob von Autos oder Fahrrädern.

Beleuchtete Wege, Lauflampe oder bei Tageslicht laufen?

Tja, dass kommt wohl auch darauf an wie du arbeitest oder wo du wohnst. Wenn der Herbst einmal da ist, werden die Tage schnell kürzer und ratz fatz ist es morgens und abends dunkel.

Kann man es einrichten ein- oder zweimal in der Woche früher Feierabend zu machen um seine Laufrunde zu drehen, macht das. Aber diesen Luxus hat nicht jeder. Auch eine Runde in der Mittagspause zu drehen ist toll, scheitert aber wohl bei den meisten an der mangelnden Dusche…

Was also machen? Längere Läufe lege ich dann prinzipiell auf meine freien Tage. Hier bin ich unabhängig wann ich laufe. Weiterhin habe ich mir eine Lauflampe gekauft, eine die man am Oberkörper trägt. Sie leuchtet den Weg perfekt aus, lässt sich in der Helligkeit regulieren und hat sogar ein Rücklicht, damit man auch von hinten gesehen wird. Ich versuche nur mir bekannte Wege zu laufen, die nicht zu dunkel sind und wo ich auch andere Läufer treffe.

Laufgruppe / Lauffreunde

Du läufst schon mit Freunden oder mit einer Gruppe? Super – dann behalte das über die kalte und dunkle Jahreszeit auf jeden Fall bei. Hier könnt ihr euch gegenseitig motivieren und antreiben auch mal bei miesem Wetter vor die Tür zu gehen.

Falls du aber alleine läufst, versuch deine Freunde zu überzeugen, dass Laufen einfach die schönste Sportart der Welt ist.

Genießt die klare Luft und die bunten Blätter des Herbstes zusammen und schaut zusammen wie es sich anfühlt im Winter auf Schnee eine Runde laufen zu gehen. Diese Erlebnisse werden euch noch mehr verbinden und sorgen für eine ganz neue Art von Freundschaft.

Alternative Trainingsarten

Klar ist Laufen die schönste Sportart der Welt, aber gerade in der dunklen Jahreshälfte ist viel Zeit für Sachen, die man sonst gern vergisst oder auf den nächsten Tag schiebt oder gar ganz ausfallen lässt: Stabi- und Dehnübungen zum Beispiel.

Am Ball bleiben lohnt sich…

Genießt den Herbst in seinen wunderschönen Farben und dem abwechslungsreichem Wetter sowie die einzigartigen Laufmomente bei Schnee und Kälte.

Weiteren Lesestoff findet ihr hier:

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