Himmelswegelauf 2017

Am 17. Juni 2017 stand der 6. Himmelswegelauf auf meinem Laufplan. Ich hatte mich im März für die Halbmarathondistanz angemeldet und nun war Raceday!

Im Vorfeld wusste ich schon, dass der Lauf von Laucha bis zur Arche in Nebra ehr hügelig werden würde und mich durch das schöne Sachsen-Anhalt entlang der Unstrut führen würde.

Am Donnerstag  lief ich die letzten 5 Kilometer und am Freitag holte ich meine Startunterlagen ab. Hier musste ich zur Arche nach Nebra und traute meinen Augen nicht. Um ins Ziel einzulaufen mussten wir Läufer einen letzten Anstieg erklimmen, der es in sich hat. Mir graut jetzt schon davor und ich hatte etwas Angst, dass es noch mehr solcher Anstiege auf der Strecke geben würde. 


Der Startschuss war für Samstag Morgen geplant. Ich war frühzeitig vor Ort, musst aufgrund des kühlen Wetters und des starken Windes nochmal mein Shirt wechseln und auch meine langen Socken kamen zum Einsatz. Das erste Mal bin ich auf die Halbmarathondistamz mit (Trink-)Rucksack gestartet, zum einem um meine Wertsachen zum Ziel zu transportieren und zum anderen wollte ich nicht bei jeder Trinkstation anhalten und konnte so etwas freier sein. Meine Wechselsachen wurden vom Orga-Team zum Ziel transportiert. Nun nochmal fix aufs stille Örtchen und auf ging es zum Start.


Der Startschuss fiel um 10 Uhr im Zentrum von Laucha. Die Stimmung war gut, alle Läufer waren gut drauf und man unterhielt sich, wo man so her kam. Neben mir Frankfurterin waren u. a. Läufer aus Hannover und Strahlsund am Start. Herrlich, wie verrückt diese Läuferfamilie doch ist.

Nach dem Start durften wir durch Laucha laufen, nach ein paar Kopfsteinpflasterstraßen ging es über asphaltierte Wege ab ins Grüne. Immer wieder kreuzten wir die Unstrut, liefen über Straßen, die nur teilweise gesperrt waren, trafen Wanderer und Kanufahrer, welche uns alle zujubelten und nahmen den ein oder anderen Anstieg mit. Das Lauffeld war klar aufgeteilt, die Spitze war schon kurz nach dem Start weit vor uns, das Mittelfeld und die langsamere Truppe.


Ich schlug mich gut im Mittelfeld und blieb an einer kleineren Gruppe dran. Im Ziel hörte ich einen anderen Läufer sagen, er hatte Angst, dass dies eine einsame Veranstaltung werden würde. Diese Befürchtung hatte ich ebenfalls, aber so war es nicht. Jeder in unserer Gruppe schaute nach dem Anderen, jeder zog mal an und motivierte – ganz ohne Worte, Läufer eben. Zusammenhalt statt Konkurrenzdenken.


Nach 20,5 Kilometern und der letzten Kurve kam er: der befürchtete letzte Anstieg. Für mich Flachlandläufer ein wirklicher Albtraum und die meisten Schritte ging ich, statt zu laufen. Belohnt wurde ich im Ziel nach 2:05:02 mit einer wundervollen Medaillie, welche zu. Abschluss noch mit einer Gravur versehen wurde.


Der Himmelswegelauf: eine wundervolle Strecke, die landschaftlich traumhaft ist und ganz anders als ein Stadt(halb)marathon sowie eine durchweg gut organisierte Veranstaltung. Auch die angebotenen Strecken bieten für jeden etwas passendes – 10km, Halbmarathon und Marathon sowie eine Radtour. Herrlich und auf jeden Fall eine Läuferreise wert.

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